Der Morgen vom 12.9. begann mal wieder mit Dumpen. Nach der Nachtaktion vom 11. hatte ich ziemlich die Nase voll. Warum kriegen wir den Greywassertank eigentlich nie wirklich leer? Ich verstehe die Technik dahinter nicht wirklich und die Anleitung half uns ja diesmal auch nicht weiter. Naja, nochmal ein Versuch. Wieder brachten wir es wenigstens auf halb voll. Hoffentlich bleibt er diesmal eine Weile so. Danach ging es die letzten paar Meilen bis Talkeetna. Der Ort hat uns auch wieder voellig ueberrascht. Wir hatten ein voellig totes Oertchen im Nirgendwo erwartet und stattdessen waren recht viele Touris dort und wir waren recht lange unterwegs. Es hatte tolle Geschaefte, ein tolles Cafe und sogar einen kleinen Laden in dem wir die ersten ausgegangenen Lebensmittel wieder nachkaufen konnten (Zucker und Tee). Dann noch zum PostOffice (die Briefmarken waren mal wieder alle) und dann machten wir uns auf den Weg Richtung Anchorage. Lust hatten wir beide mal wieder nicht wirklich auf Grossstadt - aber was solls. Einfach dran vorbei fahren konnten wir auch nicht.
Kurz vor Anchorage befindet sich das "Alaska Native Heritage Center" und das war unser erster Anlaufpunkt. Es war ein wirklich tolles Museum mit kleinen aber sehr lebendigen Ausstellungen, die das Leben frueher und heute der Natives in Alaska zeigte. Es gab Tanzvorfuehrungen und die jeweiligen Haeuser der 4 verschiedenen Natives wurden in einem Freigelaender vorgestellt und man konnte dort reingehen. Ueberall waren Leute, die jeweils was dazu erzaehlten und auch alle Fragen beantworteten. Es war wirklich sehr interessant und so gut gemacht, dass es nicht langweilig wurde.
Danach ging es weiter nach Anchorage. Oje, Grossstadt (fuer alaskanische Verhaeltnisse). Viel Verkehr, Stau, jede Menge Ampeln und Autos und Leute. Gar nicht unser Ding im Moment. Wir muessen uns erst wieder langsam an die Zivilisation gewoehnen glaube ich. Nach dem ueblichen Stopp in der Visitor Info und dem Shopping in den Gift Shops ging es dann endlich mal wieder zu Starbucks :-) Einige geschriebene Karten, eine gekaufte Tasse und ca. 1 h spaeter sind wir dann Richtung Library gefahren um dort ins Internet zu kommen. Diese machte um 18 Uhr zu und wir waren um 15:58 dort. Shit happens. Dann haben wir uns entschlossen, noch ein bisschen weiter suedlich zu fahren in Richtung Kenai oder zumindest bis irgendwo auf die Insel. Das wurde uns als extrem sehenswert empfohlen. Also los.
Als wir aus Anchorage rausfuhren fing es dann leider wieder an zu regnen und als wir ans Mehr kamen war es richtig stuermisch. Ich musste wirklich beide Haende am Lenkrad lassen. Auf jeden Fall fuehrte die Strasse direkt am Meer entlang und es war trotz (oder vielleicht gerade wegen?) dem schlechten Wetter einfach genial. Es hat einen richtig umgewedelt, wenn man ausgestiegen ist und die Wellten waren auch nicht zu verachten. Als wir die Kuestenstrasse langfuhren kamen wir am Beluga-Point vorbei. Dort soll man angeblich Wale beobachten koennen. Und was soll ich sagen, es kamen doch tatsaechlich Beluga-Wale vorbei und zwar etwa 10 Meter neben unserem Aussichtspunkt. Einfach der Hammer. Also was Tiere angeht koennen wir uns wirklich nicht beklagen. SUPER.
Dann ging es an die Suche nach einem RV und wir haben auf einer kleinen Strasse etwas ab vom Haupt-Highway dann auch was schnuckeliges gefunden. Ein richtig schoen im Wald gelegener Platz und es waren auch schon andere RV dort. Es stuermte ganz extrem und nachdem wir uns abgesichert hatten, dass es keine toten Baeume in der Naehe hatte, die haetten umfallen koennen, haben wir uns ein leckeres Znacht gemacht mit Kartoffeln, Rotkohl und Fischstaebchen. Dann ging es nach ein bisschen lesen ab ins Bett.
Meine Zeit ist vorbei. Tschuess.
Gruessli
Jana
Samstag, 13. September 2008
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen