Donnerstag, 4. September 2008

We survived - knapp ;-)

Hallo zusammen
da sind wir wieder. Wohlbehalten wieder angekommen und froh und ein bisschen wehmuetig zugleich, dass wir wieder festen yukoner Boden unter den Fuessen haben.

Es war eine wirklich aufregende Tour und ich glaube sogar unsere Guides waren teilweise ein wenig ueberrascht von den Verhaeltnissen. Alles zu schreiben wuerde zu lange dauern und in einer Stunde treffen wir uns schon wieder alle zum Essen. Aber ein bisschen moechten wir euch natuerlich schon ueber unsere vergangenen zwei Wochen berichten.

Wie ihr ja als letztes gelesen habt, hatte Selina ziemlich mit dem Heimweh zu kaempfen und uns beiden war nicht sehr wohl bei dem Gedanken, ganze zwei Wochen ohne Umkehrmoeglichkeit in kleinen Booten auf dem Wasser zu verbringen. Zum Glueck haben wir uns aber durchgerungen und unsere Leute wie geplant am 12.8. vom Flughafen in Whitehorse abgeholt. Dann waren wir eine Nacht auf dem Campground und schon ging es mit Auto los Richtung Quiet Lake und dort haben wir die letzten Sachen in den Tonnen verstaut und ab in die Kanus. Die ersten beiden Tage sind wir ueber Seen gepaddelt und haben auch jeweils am See gezeltet. Selina war so lieb, mir jeweils die Seite mit Seeblick zu ueberlassen und somit war das erste am Morgen der Blick auf den See. Das war ja was fuer mich Wasserratte. Essen und Wasser und Kaffee und alles was es sonst noch so brauchte wurde gemuetlich und gemeinsam am Feuer zubereitet. Das Essen war hervorragend und wo sie die ganzen tollen Sachen aus den Faessern immer wieder hergezaubert haben, ist uns also auch noch nicht so ganz klar.

Am dritten Tag ging es dann in den Big Salmon River und der erste Tag hatte es gleich in sich. Ich hatte nach dem paddeln auf den Seen das Gefuehl, dass wir es richtig gut drauf hatten und der erste Tag lief nicht wirklich gut. Es waren Baumstaemme im Weg, wir mussten die Boote tragen, sind nicht richtig weg gekommen und haben eine Kurve nicht wirklich gut gekriegt. Ich war ziemlich down und hab Selina gleich ein bisschen mit runter gerissen. Somit war der erste Tag auf dem Fluss nicht wirklich der Bringer.

Der naechste wurde aber ruhiger, der Fluss liess und ein bisschen Zeit um zu ueben und am Abend fanden wir beide, dass wir es richtig gut gemacht hatten. Irgendwann (ich glaube am 7. Tag) fing es dann an zu regnen und hoerte geschlagene 48 h nicht mehr auf. Unser Zelt war nicht ganz dicht und die Stimmung am 2. Regentag ziemlich auf der Kippe. Dort war auch das Camp dann nicht so toll und das war fuer die Stimmung nicht wirklich foerderlich.
Man kann sich nicht vorstellen, wie toll so ein blaues Stueckchen Himmel am Horizont sein kann. Wir haben wirklich jedes kleine Loch in der grauen Wolkendecke bejubelt auch wenn es dann immer wieder auf unerklaerliche Weise verschwand.

Das Wasser im Fluss wurde immer mehr und die Kleidung immer nasser. Unser abendliches Ritual bestand darin, dass wir alle am Feuer standen und die nassen Sachen vom Tag wieder trockneten um fuer den naechsten nassen Tag geruestet zu sein.

Ich weiss die Tage nicht mehr genau und sie liefen auch immer relativ aehnlich ab aber von zwei relativ aufregenden Erlebnissen moechte ich noch kurz schreiben. Geht gleich in neuem Post weiter...

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