Donnerstag, 18. September 2008

16.9. Takhini -> Skagway -> Takhini

Guten Morgen ;-)

... und das war er wirklich. Nach dem frustrierenden Abend fing der Morgen etwas besser an. Wir probierten an einem anderen Platz noch den Strom aus was leider auch nicht ging. Dann sind wir zum Office gefahren und haben dort gefragt, ob es sein kann, dass der Strom abgeschaltet war. Sie haben uns das bestaetigt. Es waren nur noch ganz wenige Stellplaetze mit Strom versorgt und wir hatten natuerlich keinen von denen. Wie ich am Morgen feststellte war es auch noch Platz-Nummer C13 und 13 ist jetzt wirklich nicht meine Zahl.
Somit war unser Stromproblem geloest und die Pumpe ging mit ein bisschen Anlaufzeit auch wieder. Wir hatten uns in der Zwischenzeit mit unseren 10 l Kanistern Trinkwasser ausgeholfen, welche wir vor der Abfahrt gekauft hatten. Jetzt waren wir maechtig froh darueber.
Als wir dann so in dem Office standen und erzaehlten dass wir eigentlich wegen der Hot Springs hergekommen waren, erzaehlte und die Betreiberin, dass zwar der Pool renoviert wurde aber das Wasser in ein Baechlein umgeleitet wuerde, in welches man kostenlos koennte. Sie hat uns das dann gezeigt und wir waren voellig baff. Das war ein Naturpool mitten in einem winzigen Baechlein. Der war tief genug um sich so richtig genuesslich reinsetzen zu koennen und das Wasser lief dann noch ueber einen kleinen (ca. 60 cm hohen) Wasserfall in diesen Pool. Das haben wir uns natuerlich nicht nehmen lassen und haben unsere Badeanzuege rausgesucht und sind reingegangen. Das Wasser hat ca. 45 Grad und war also wirklich heiss!! Wir hatten diese heile Fleckchen Erde fuer uns ganz allein und haben das ausgiebig genossen.
Alles war wieder gut. Der Camper funktionierte, wir konnten die HotSprings nutzen und dazu noch ganz exklusiv. Fantastisch.

Anschliessend ging es dann auf nach Skagway. Das war unser erster Ausflug als wir vor ca. 5 Wochen in Whitehorse ankamen und sollte nun auch der letzte werden. Die Fahrt war genauso traumhaft wie beim ersten Mal. Als wir hier vor 5 Wochen durchfuhren, hat Selina zu mir gesagt, ich solle mir jetzt mal die ganzen Berghaenge in Gelb statt in Gruen vorstellen. So wuerde es dann im Herbst aussehen. Und jetzt konnten wir es tatsaechlich alles in Gelb sehen. Wunderbar. Die 180 km bis Skagway vergingen wie im Fluge und als wir dort ankamen, haben wir als erstes vier grosse Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen sehen. Man waren die gross und das im kleinen Skagway. Das ist ja der Anfangshafen fuer die beruehmte Inside-Passage. Vermutlich hatten alle Schiffe ihren Passagieren Landgang gegeben. Auf jeden Fall war die Stadt total ueberfuellt mit Touristen. Wir waren voellig geschockt. Hatten wir uns doch auf einen gemuetlichen Bummel durch das ruhige Staedtchen gefreut. Wir sind dann als erstes ins Museum gegangen (welches bei unserem ersten Besuch schon zu hatte) und dann ging es ab in die Einkaufsstrasse. Lange haben wir das Gedraenge und die vielen Leute allerdings nicht ausgehalten. Also sind wir zum Abschluss noch zu Starbucks gegangen (ja richtig, dort hatte es einen Starbucks ;-) und haben uns dann auf den Weg zurueck zum Camper gemacht.
Schnell noch in einem Supermarkt Brot gekauft und ab Richtung Natur. Unser Brot war also nun (einen Tag vor dem Ende unserer Tour) tatsaechlich noch schimmelig geworden. Es hat uns aber wirklich zwei Wochen lang super ernaehrt. Ach war das lecker...
Die Rueckfahrt war wie immer wunderschoen. Am kanadischen Zoll ist mir dann noch ein Fast-Unfall mit dem Camper passiert. Ich wollte auf der falschen Seite durch und der Zoellner kam rausgesprungen und rief wir sollten anhalten. Habe ich dann natuerlich auch gemacht. Ich hatte die Hoehe nicht bedacht und dann holte der einen noch einen anderen zum gucken und schliesslich holten sie eine Leiter um zu schauen, ob wir noch Platz hatten. Dann meinte er, wir sollen Zentimeterweise zurueck fahren, was ich natuerlich dann auch gemacht habe.
Uffff, es war nichts passiert. Die Zoellner waren total nett und ich glaube nicht nur, weil wir zwei Frauen waren. Im Nachhinein war das ganze ziemlich lustig und ich glaube der hatte sich mehr erschrocken als wir beide. Bisher haben wir wirklich fast nur super nette Leute an der Grenze kennen gelernt. Die meisten haben sogar versucht ihre paar Brocken Deutsch rauszukramen. Mega herzig :-)

Auf dem Rueckweg haben wir beschlossen, nochmal bei Wolf (von Wolf Adventures) vorbei zu fahren. Wir hatten noch jede Menge Lebensmittel die wir ihm schenken wollten. Es waere wirklich schade gewesen, alles wegzuschmeissen. Wir haben ihn dann auch gefunden und er war sogar da. Wir haben im also tuetenweise Lebensmittel gegeben und noch ein bisschen geplaudert bevor wir uns dann wieder auf den Weg Richtung Takhini HotSprings gemacht haben um am naechsten Morgen nochmal reinhuepfen zu koennen.

Wir kamen gegen 21.30 Uhr an und haben uns diesmal einen Platz mit Strom ausgesucht. Die Pumpe tat leider wieder ein bisschen dumm aber das war uns jetzt auch egal. Morgen wuerden wir den Camper ja eh abgeben. Ich habe noch kurz gepackt, dann noch was kleines gegessen und ab ins Bett. Morgen frueh wuerde um 7 Uhr der Wecker klingeln.

Gruessli
Jana

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