Das Selina ihre Eltern schon angerufen hat und ich meine, schocken wir also mit dem Eintrag niemanden mehr allzu sehr ;-)
Um es vorweg zu nehmen, uns geht es gut und wir sind bis auf einige blaue Flecke absolut unverletzt.
Wie schon geschrieben, fuehrte der Big Salmon River viel zuviel Wasser und war daher wirklich schwer einzuschaetzen. Er war ca. 1,20 m hoeher als normal und die Verhaeltnisse daher ganz anders als zwei Jahre zuvor als unsere Guides die Tour das letzte Mal machten.
Wir waren gerade gestartet und der der North Salmon floss gerade in den Big Salmon. Genau an der Stelle war unser Camp. Wir sind absolut problemlos losgefahren und dann kam eine Stelle mit recht hohen Wellen. Haben wir aber auch noch super gemeistert. Dann wurde es etwas hektisch, weil es Steine im Wasser hatte und wir sollten weiter rechts paddeln. Das haben wir auch gemacht aber wie sich rausstellte nicht weit genug rechts. Wir sind an einem Stein leider nicht mehr vorbeigekommen und sind gekentert. Selina hat voellig klaren Kopf bewahrt und sofort das Kanu festgehalten. Mich hat es erstmal ein bisschen abgetrieben so dass ich zum Kanu zurueck "schwimmen" musste. Irgendwann waren wir beide am Kanu und hatten zum Glueck die ganze Zeit Grund unter den Fuessen. Man konnte zwar durch die Stroemung nicht stehen aber ich denke wir fuehlten uns dadurch wesentlich sicherer. Dann konnten wir das Kanu irgendwie an eine Insel bringen wo dann die anderen warteten. Ein anderes Kanu unserer Gruppe fischte inzwischen die Sachen raus, die wir verloren hatten und dann stiegen wir mit frischen Klamotten wieder ein und fuhren weiter. Der ganze Tag war dann wassertechnisch noch recht turbulent und wir waren doch recht froh, als wir an dem Abend im Camp waren.
Ich glaube die meisten waren mehr geschockt als wir selber und wir waren ehrlich gesagt fast froh, dass es uns getroffen hatte und wir nicht zusehen mussten, wie es jemand anderen umwarf.
Das war uebrigens der erste Tag mit Sonne und somit konnten wir die Kleider alle wieder trocknen bis es Abend wurde. Wir hatten also Glueck im Unglueck und physisch und phsychisch geht es uns wirklich gut. Es muss sich also niemand Sorgen machen.
Ich muss jetzt Schluss machen. Vielleicht gibt es morgen oder uebermorgen noch ein bisschen mehr. Dann beginnt Part 3 unserer Reise.
Wir verstehen uns uebrigens immer noch ganz hervorragend und es ist beeindruckend, wie oft wir das gleiche denken. Also alles in Butter ;-)
Greetz from Whitehorse
Jana
Donnerstag, 4. September 2008
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